Nordhessischer Gleitschirm-Club Kassel e.V.
Teneriffa im November 2009 Drucken
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Geschrieben von Joachim Vetter   

3. Teneriffa- Ausfahrt des NGSC im November 2009

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Die diesjährige Teneriffa- Ausfahrt war ein wenig erlebnisreicher als die Vorhergehenden. Mit hohen Temperaturen hatten wir nicht nur ein hervorragendes Badewetter, sondern auch eine stabile Wetterlage mit kalkulierbaren Passatwinden. An jedem Tag wurde toll geflogen und als Besonderheit der Woche durften wir (leider) eine Hubschrauberrettung  organisieren.

Wie bei der letzten Teneriffa- Ausfahrt auch, haben wir uns am Abend vor unserem Abflug nach Teneriffa in Frankfurt getroffen und die erste Nacht im NH-Airporthotel verbracht. Der Flieger ging früh und nach Ankunft auf unserer Finca haben wir eine ordentliche Stärkung mit Suppe und frisch gebackenen Teneriffa-Pfannkuchen genossen. Von unserem Vermieter wurden wir versorgt, da die Geschäfte am Sonntag geschlossen hatten und unser Kühlschrank noch leer war. Frisch gestärkt ging es hiernach auf den Berg zum Fliegen. Schon dieser erste Tag brachte tolle Flugerlebnisse und war ein guter Einstieg in die Flugwoche.

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Leider mussten wir bereits am 2. Tag unserer Ausfahrt einen unserer Fliegerfreunde in das Krankenhaus bringen lassen. Er hatte sich mit der Entfernung zu unserem verabredeten Landeplatz verschätzt und musste in einem Barranco (Schlucht) landen. Glücklicherweise konnten wir aus der Luft erkennen, wo er gelandet war. Da wir alle über Funk miteinander verbunden waren, konnten wir gemeinsam landen und unseren Freund nach kurzer Suche auch schnell finden. Seine Landung war heftig und nach erster Diagnose war der Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung  gestellt. Da kein Krankenwagen den Barranco befahren konnte, musste der Heli bestellt werden. Wir waren  alle sehr positiv überrascht, wie schnell er da war und wie professionell unser Freund geborgen wurde. Leider war für ihn die Ausfahrt beendet. Er wurde später vom ADAC nach Deutschland ausgeflogen. Hier hat sich gezeigt, wie wichtig es ist eine gute Auslandskrankenversicherung abgeschlossen zu haben.

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Die folgenden Tage waren geprägt von Flügen in den Fluggebieten  Jama, Ifonche und Taucho. Auch ein Abflug von der Passstraße nach Puerto de Guimar war wieder möglich. Der Test des Startplatzes Los Realejos über Puerto de la Cruz auf der Nord-Westseite der Insel war leider wegen zu tief hängender Wolken nicht möglich. Dafür sind wir wieder vom Panoramarestaurant bei El Tanque sehr erfolgreich geflogen. Nur der einsetzende Regen hat uns zum Landen am Meer gezwungen.

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Die Flugtage haben wir, obwohl die Gruppe nun etwas kleiner war, bei guter Stimmung mit Fisch und frisch gezapftem Servesa ausklingen lassen. Auch das Schwimmen im Meer und das Spiel mit den hohen Wellen ist nicht zu kurz gekommen.

Mein Fazit zur Ausfahrt ist trotz des Unfalls durchaus positiv. Dies liegt sicherlich auch daran, dass unser verunglückter Fliegerfreund auf Teneriffa gut versorgt wurde. Unsere Flüge waren bei kräftiger Thermik in den Fluggebieten im Süden sehr erlebnisreich und ausgiebig.

 

Joachim Vetter

Letzte Aktualisierung ( Montag, 22. März 2010 )
 
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