Die
diesjährige Teneriffa- Ausfahrt war ein wenig erlebnisreicher als die
Vorhergehenden. Mit hohen Temperaturen hatten wir nicht nur ein hervorragendes
Badewetter, sondern auch eine stabile Wetterlage mit kalkulierbaren
Passatwinden. An jedem Tag wurde toll geflogen und als Besonderheit der Woche
durften wir (leider) eine Hubschrauberrettungorganisieren.
Wie bei der
letzten Teneriffa- Ausfahrt auch, haben wir uns am Abend vor unserem Abflug
nach Teneriffa in Frankfurt getroffen und die erste Nacht im NH-Airporthotel
verbracht. Der Flieger ging früh und nach Ankunft auf unserer Finca haben wir eine
ordentliche Stärkung mit Suppe und frisch gebackenen Teneriffa-Pfannkuchen
genossen. Von unserem Vermieter wurden wir versorgt, da die Geschäfte am
Sonntag geschlossen hatten und unser Kühlschrank noch leer war. Frisch gestärkt
ging es hiernach auf den Berg zum Fliegen. Schon dieser erste Tag brachte tolle
Flugerlebnisse und war ein guter Einstieg in die Flugwoche.
Leider mussten
wir bereits am 2. Tag unserer Ausfahrt einen unserer Fliegerfreunde in das
Krankenhaus bringen lassen. Er hatte sich mit der Entfernung zu unserem
verabredeten Landeplatz verschätzt und musste in einem Barranco (Schlucht) landen.
Glücklicherweise konnten wir aus der Luft erkennen, wo er gelandet war. Da wir
alle über Funk miteinander verbunden waren, konnten wir gemeinsam landen und
unseren Freund nach kurzer Suche auch schnell finden. Seine Landung war heftig
und nach erster Diagnose war der Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzunggestellt. Da kein Krankenwagen den Barranco
befahren konnte, musste der Heli bestellt werden. Wir waren alle sehr positiv überrascht, wie schnell er
da war und wie professionell unser Freund geborgen wurde. Leider war für ihn
die Ausfahrt beendet. Er wurde später vom ADAC nach Deutschland ausgeflogen.
Hier hat sich gezeigt, wie wichtig es ist eine gute Auslandskrankenversicherung
abgeschlossen zu haben.
Die
folgenden Tage waren geprägt von Flügen in den Fluggebieten Jama, Ifonche und Taucho. Auch ein Abflug von
der Passstraße nach Puerto de Guimar war wieder möglich. Der Test des
Startplatzes Los Realejos über Puerto de la Cruz auf der Nord-Westseite der
Insel war leider wegen zu tief hängender Wolken nicht möglich. Dafür sind wir
wieder vom Panoramarestaurant bei El Tanque sehr erfolgreich geflogen. Nur der
einsetzende Regen hat uns zum Landen am Meer gezwungen.
Die Flugtage
haben wir, obwohl die Gruppe nun etwas kleiner war, bei guter Stimmung mit Fisch
und frisch gezapftem Servesa ausklingen lassen. Auch das Schwimmen im Meer und
das Spiel mit den hohen Wellen ist nicht zu kurz gekommen.
Mein Fazit
zur Ausfahrt ist trotz des Unfalls durchaus positiv. Dies liegt sicherlich auch
daran, dass unser verunglückter Fliegerfreund auf Teneriffa gut versorgt wurde.
Unsere Flüge waren bei kräftiger Thermik in den Fluggebieten im Süden sehr erlebnisreich
und ausgiebig.