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Vereinsausfahrt vom 10.6. bis 17.6.2006 in die Niedere Tatra der Slowakei
 Die Reisegruppe Teilnehmer: Peter Geisler
und Achim Manche, unsere Organisatoren,
Gerd Segel, Gerd Siebert, Thomas Vogt, Bodo Manche, Joachim Vetter und unsere
hoffnungsvollen Nachwuchspiloten Gerhard Sturm, Andre Gautsche, Martin Schiklenk und Jörg Ketterer.
Eine Auswahl der Bilder findest du hier.
 Nova Hola Nach Wochen schlechtem Wetters
und niedrigen Temperaturen in Nordhessen starteten wir bei bestem Wetter und guter
Stimmung von Kassel mit einem angemieteten Mercedes Sprinter in Richtung
Slowakei. Unser Ziel in der Niederen
Tatra sollte in diesem Jahr der Wintersportort Donovaly sein. Auf 900 m am Fuße des bekannten
Flugbergs Nova Hola gelegen, den wir in diesem Jahr endlich einmal ausprobieren wollten.Trotz großzügiger Pausen
waren wir schon am frühen Abend da und konnten das gute preiswerte Bier und die
ersten slowakischen Spezialitäten genießen.
Erschrocken waren wir nur etwas
von dem Wetter in Donovaly: die Berge waren verhangen und es regnete bei
einer Temperatur von gerade einmal 6°C. Wir waren dem schlechten Wetter
hinterhergefahren und hatten es in der Slowakei eingeholt.
Die Aufregung hielt sich
jedoch in Grenzen, wussten wir doch, dass das schlechte Wetter bis zum nächsten
Morgen abziehen würde, und wir mit bestem Rückseitenwetter rechnen konnten. Wie bestellt hatten wir dann das
erwartete ideale Flugwetter mit Sonnenschein am nächsten Morgen.
Alle waren wir
sehr gespannt auf das für einige von uns noch unbekannte Gebirge über das von
der letztjährigen Ausfahrt so interessant berichtet wurde. Leider konnten wir den Nova
Hola mit seinen Startplätzen in südliche Richtungen nicht nutzen. Dies sollte auch die
gesamte Zeit so bleiben, hatten wir doch ausschließlich den Wind aus nördlichen
Richtungen.
Die perfekte Alternative bei
Nordwind ist das Skigebiet um den 2024 m hohen Chopok in der Nähe von Liptovski
Mikolas. Das bei allen Nordlagen ideale alpine Fluggebiet liegt in einem
riesigen Talkessel mit einem tiefen Geländeeinschnitt nach Norden. Der
geschützte Startplatz liegt etwa 400 m unter einem langen Gipfelgrat an dessen nördlichen
Flanken in diesem Jahr noch viele Schneereste lagen. Vom Startplatz aus war die
noch vollkommen verschneite Hohe Tatra im Norden gut zu sehen, nur unterbrochen
von einer Ebene mit dem See Liptovska Mara.
Der Chopok sollte für uns während
der gesamten Ausfahrt der nutzbare Flugberg bleiben.
Aufgrund der kühlen
Nordströmung, der kräftigen Sonneneinstrahlung, dem über die gesamte Zeit nur
mäßigen Nordwind und den tollen Thermikwolken über dem Talkessel konnten wir 6
Tag lang, bereits ab dem späten Vormittag in den „Hausbart" einsteigen und ohne
große Mühe mit Steigwerten von 3-5 m/s zur Basis meist auf 2600 m aufsteigen. Gelegentlich waren auch Werte mit +- 7 m/s zu erleben.
 Der Nachwuchs
Unsere Nachwuchspiloten, teilweise
noch ohne Thermik- oder Alpenflugerfahrung, haben in diesen Tagen viel gelernt, sind
trotz kräftiger Bedingungen gut mit geflogen und haben ein richtiges Gefühl für
das Thermikfliegen bekommen. Auch die
Rückwärtsstarttechnik konnte hier verbessert werden. Für die fortgeschrittenen
Piloten war es kein großes Problem nach einer Stunde Flug am Startplatz Top zu
landen, etwas zu Essen und sich ein wenig auszuruhen.
Auch ein Streckenflug über
über 40 km war für mich drin. Ich habe zwar mein Ziel, unsere Basis in Donovaly
zu erreichen, nicht geschafft, dafür aber die gesamte niedere Tatra in
SW-Richtung überquert. Die Landung in einem fremden Ort und die Rückfahrt mit
Linienbussen war überhaupt kein Problem. Auf diese Weise habe ich noch etwas
mehr von diesem schönen Land kennen gelernt.
Die tollen Flugberge, freundlichen Menschen, die
sehr niedrigen Preise für Lifte, Verpflegung und Unterkunft machen die Slowakei
und die niedere Tatra zu einem sehr lohnenden Ziel für uns Gleitschirmflieger.
Die Stimmung in der Gruppe
war hervorragend; ich werde bestimmt wiederkommen.
Joachim Vetter
Weitere Links zum Thema Slowakei gibt es beim Bericht der 2005er Ausfahrt und bei der der Ankündigung unserer Reise in den Vereinsterminen.
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