Nordhessischer Gleitschirm-Club Kassel e.V.
Reisebericht Galtür im Juli 2006 Drucken
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Geschrieben von Joachim Vetter   

Vereinsausfahrt nach Galtür vom 20.7. - 25.7.2006

Teilnehmer an der Ausfahrt :
Gerhard Sturm mit Christiane, Matthias Voigtmann mit Andrea, Fränki mit Renate, Herbert Schulz, Frank Schäfer, Joachim Vetter und Eva.

Der Wetterbericht für die Tage verhieß nichts gutes, sollte es doch nach Wochen mit bestem Flugwetter im Paznauntal zwar warm aber gewittrig werden.

Wie so oft kam es doch ganz anders; bis auf einen Nachmittag mit Regen und Gewitter konnten wir an jedem Tag, teilweise bei hervorragenden Flugwetterbedingungen, von unterschiedlichen Startplätzen aus fliegen.

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Die Anreise sollte fliegerisch nicht ungenutzt bleiben, liegen doch schöne Fluggebiete direkt an der Strecke. Am frühen Nachmittag haben wir uns in Andelsbuch an der Niederen getroffen und uns „warm“ geflogen. Bei guten Bedingungen hatten wir am Tagesende bereits nahezu zwei Stunden in der Luft verbracht.

Zum Abendessen im Hotel Silbertaler wurden wir bereits von Rosmarie erwartet und Elmar berichtete uns von grandiosen Flügen in den vergangenen Wochen, die bis auf  4800m Höhe hinauf gingen.

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Die folgenden Tage waren gekennzeichnet durch teilweise kräftige Thermik und erflogene Höhen von 4200m. Leider nicht von uns, sondern von zwei einheimischen Piloten, die hierfür tief in das Hochgebirge hinein geflogen sind. Diese Höhen sind erreichbar, wenn über ansteigenden Gebirgsketten auch die Basishöhe steigt. Es besteht jedoch immer die Gefahr, dass man nicht mehr zum Ausgangspunkt zurückfliegen kann und dann, wie geschehen, Stunden braucht um wieder nach Hause zu kommen. Da wir es uns nicht zugetraut haben in unbekanntes Gebiet zu fliegen, gaben wir uns mit 3600m über dem Predigberg und dem Jamtal zufrieden.

In diesem Jahr war das Starten und Fliegen in Galtür anspruchsvoller als ich es bisher kannte. Am Startplatz herrschte teilweise kräftiger Wind und eine nicht perfekte Starttechnik wurde schnell bestraft. Jeder von uns weiß nun, was er noch zu üben hat. Um die kräftige Thermik nutzen zu können war ein aktiver Flugstil gefordert.

Die Flugbetreuung war wieder perfekt. Das eingespielte Team Elmar und Pepi hat uns hervorragend betreut, uns zu den Startplätzen gefahren und dort so lange gewartet, bis auch der letzte Pilot abgeflogen war. Zur Mittagszeit stand die Fliegersuppe für uns bereit und mit einer großen Holunderschorle wurde die verbrauchte Flüssigkeit wieder aufgefüllt. Fränki und Renate haben unter Fluglehreraufsicht den Fußstart mit dem Tandem geübt und ihren ersten Höhenflug erfolgreich absolviert.

Leider gingen die Tage viel zu schnell vorbei und wir mussten aus den angenehmen Temperaturen in Galtür wieder zurück in den tropischen Alltag Deutschlands.  

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Bevor wir die Alpen hinter uns ließen, haben wir noch einen Abstecher auf die Ebenalp im Appenzeller Land unternommen. Für mich eines der schönsten Fluggebiete an der Alpennordseite. Hier flogen wir bei sehr guten Bedingungen und ich hatte knapp unter der Wolke eine Begegnung mit einem Segelflugzeug. Offensichtlich hatte der Pilot mich gesehen und wollte meinen Bart nutzen. Nach freundlichem Winken und zwei Kreisen um mich herum war er bereits höher und verschwand.

Nach so vielen tollen Erlebnissen konnten wir uns nun zufrieden auf den Heimweg begeben. 

Joachim Vetter  

 
Schöne Fotos von uns gibt es hier und noch mehr Fotos aus der Luft von befreundeten Piloten gibt es hier.

Letzte Aktualisierung ( Sonntag, 17. September 2006 )
 
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