Wie die Tage zuvor geht es um 10:15 Uhr von Hollersbach aus mit dem Linienbus nach Neukirchen am Großvenediger.
Die Wetterprognosen für heute sagen schon für den frühen Nachmittag heftige Schauer und Gewitter voraus und ich hoffe dass das Wetter noch für einen kleinen Flug halten wird.
Am Startplatz Wildkogel angekommen ist fast kein Wind und ich starte in eine Luftmasse die man nicht als Ablösung bezeichnen kann. Nach kurzer Zeit kann ich einen rechts vom Startplatz liegenden schwachen Bart zentrieren, der mich dann nach erreichen des Grates zügig an die Basis befördert.
Meine Fliegerkameraden haben nicht so viel Glück und bleiben weit unter mir zurück.
Ich fliege vom Wildkogel aus Richtung Westen immer mit einem grandiosen Ausblick auf den rechts von mir liegenden Großvenediger.
An der Königsleitenspitze ankommend, entscheide ich mich umzukehren, da die weiteren Berge und das Zillertal schon sehr stark abgeschattet sind.
Am Wildkogel mit viel Höhe zurück, sehe ich wie die Fliegerkollegen sich erneut startklar machen.
Für mich geht’s auf direktem Weg weiter zur Resterhöhe.
Die Querung über den Pass Thurn steht an und schon zeigt mein Vario 3 Meter sinken an.
So wird das wohl nichts, denke ich mir ,drehe ab und steure wieder zurück auf den Wildkogel zu.
Mit viel Höhenverlust treffe ich dort auf meine über der Mittelstation kreisenden Fliegerfreunde.
Noch ein bisschen soaren und dann ab zum Landeplatz !
Der zerrissene und kantige Bart über der Mittelstation wird gleichmäßiger und runder, das Steigen stärker und schwups bin ich wieder an der Basis.
Zur Resterhöhe, zweiter Versuch Querung Pass Thurn, Sinkwert im grünen Bereich und nach der halben Querung sogar zentrierbares Steigen und drüben bin ich.
Da liegt er nun vor mir der Pinzgauerspaziergang und er wird seinem Namen heute alle Ehre machen.
Über jedem der nun folgenden Gipfel steht eine Wolke, die sehr zuverlässig zieht und ich komme schnell voran.
Kurz vor der Schmittenhöhe entscheide ich mich den Rückweg anzutreten, da sich die Wolken aufzulösen beginnen.
Mit leichtem Rückenwind und nur noch einigen kleinen Hebern geht’s schnell zurück nach Hollersbach ,wo ich direkt auf einer Wiese neben unserem Campingplatz reizüberflutet und überglücklich lande.
5 Stunden Flug und ein 82 km Flaches Dreieck liegen hinter mir, der Pinzgau gehörte mir heute alleine
und von Gewitter keine Spur.
Hier kann man sich den Flug anschauen: http://xc.dhv.de/xc/modules.php?name=leonardo&op=show_flight&flightID=50010