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oder wie verkürze ich die grauen und nassen Wintertage
Nach Jahren in der
Touristenhochburg Los Americas wollten wir diesmal etwas abseits von den großen
Touristenströmen unser Quartier aufschlagen. Dies ist uns auch gelungen mit der
Anmietung einer Finca auf ca. 500 m Meereshöhe in der Nähe von Arona genau
zwischen den Fluggebieten im Valle San Lorenzo und Ifonche.
Teilnehmer an der Ausfahrt: Susi und Winni Weigand, Ralf
Gude, Martin Schicklenk, Peter Geisler, Peter (Fränki) Frank, Gerd Siebert,
Joachim Vetter
Die Finca hatte nicht nur
eine perfekte, ruhige Lage mit Blick auf Meer und Berge, sondern war mit ihrem
riesigen Pool, einem tollen großen Grillplatz, und dem Garten mit voll
hängenden Orangenbäumen, die wir täglich pflücken durften, ideal ausgestattet.
Auch die frischen Frühstücksbrötchen waren nach kurzem Fußweg geholt und auf
dem Tisch.
Ich musste zwar mein allmorgendliches,
liebgewordenes Schwimmen im Meer gegen das Schwimmen im großen Pool
eintauschen,
konnte aber dafür von unserem Frühstücksplatz aus die ersten Flieger am
Startplatz Jama fliegen sehen. Spätestens jetzt musste Susi ihr
Akkordeon, mit
dem sie uns so hervorragend unterhalten hat, zur Seite legen und das
Zeichen
zum Aufbruch wurde gegeben.
Über das Wetter im Süden von
Teneriffa braucht man normalerweise kaum ein Wort verlieren, die Sonne scheint
zuverlässig und im Lee der hohen Berge ist man vor dem kräftigen Nord Ost -Passatwind
geschützt. Dieses Jahr war es doch ganz anders. Ich habe erst kurz vor
unserer Landung auf dem Flugplatz Reina Sofia unsere Insel Teneriffa sehen
können. Der Ostwind mit Saharasand durchsetzt (Kalima) hat uns die Sicht am
ersten Tag versperrt. Auch atlantische Tiefausläufer, die kaum einmal bis zu
den kanarischen Inseln reichen, haben unsere Flugwoche mit starkem Wind aus
unterschiedlichen Richtungen und sogar mit Regen gestört.
Trotz dieser ungünstigen
Bedingungen sind wir doch bis auf einen Tag immer in die Luft gekommen und hatten
dabei auch tolle Thermikflüge mit Landungen am Strand in Los Americas und La
Caleta. Belohnt haben wir uns dann
mit Kaffee und Eis in der Strandbar und am Ende des Flugtages mit einem
Landebier und Tapas im Fischrestaurant in La Caleta direkt am Meer.
Unser Flug von der
Passstrasse musste leider ausfallen wegen wolkenverhangener Westseite und sich
bildender Gewitterwolken im Osten. So wurde kurzerhand die Auffahrt ins Gebirge
zu einer Fotosafari. Dank sei Ralf und Fränki für die vielen gelungenen Fotos.
Am Nachmittag desselben Tages sind wir dann noch am Taucho bei einsetzendem
Regen geflogen und ich hatte eine sichere Landung auf dem einzigen grün im
Süden dem Golfplatz.
Da das Flugwetter nicht so
ideal war, hatten wir dafür mehr Zeit für interessante Ausflüge. Wir haben den
Ort Masca in dem gigantischen Teno Gebirge besucht, haben in den durch
Lavafluss entstandenen Meerwasser Schwimmbecken in Garachico und bei gewaltigem
Wellengang an der Costa Fanabe gebadet.
Die Ausfahrt habe ich
komplett über das Internet geplant und auch dort die Buchungen vorgenommen. Da
ich die Insel sehr gut kenne, und auch nur ortsansässige Anbieter gewählt habe,
gab es keine negativen Überraschungen, und fast alles ist so eingetreten wie
ich es auch geplant habe. Na ja... das Auto hätte ein wenig größer sein können,
aber Dank unseres kräftigen Packmeisters Winni haben wir nicht nur alle Schirme,
sondern auch alle 8 Piloten gut untergebracht.
Ich
glaube, dass ich im Sinne aller spreche, dass unsere Ausfahrt fliegerisch wie
auch sonst gelungen war. Ich denke da z.B. auch an unser Grillfest auf der
Finca mit den frischen Doraden und viel leckeren Salat, und den Besuchen im
Gasthaus in Adeje mit Kaninchen, knusprigen Knoblauchhühnchen, Pellkartoffeln,
roten und grünen Mojo und viel gekühlter Servesa.
Mein Resümee: Den Teilnehmern der Ausfahrt und mir hat die Woche auf Teneriffa sehr
gut gefallen und wir werden 2007 sicher wiederkommen.
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