Nordhessischer Gleitschirm-Club Kassel e.V.
Sicherheitstraining des NGsC 2006 Drucken
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Geschrieben von Matthias Voigtmann   
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Unser Sicherheitstraining konnte wegen guter Wetterlage (und Vorbereitung von Herbert Schulz) wie geplant in Beckenried am Vierwaldstätter See der Schweiz stattfinden.

Am Freitagabend dem 08.09.2006 wurden zuerst unsere Rettungsgeräte durch den Fluglehrer Fabian Schreiner (Pilot Training Center Klewenalp ) aus Immenstadt auf ordnungsgemäßes Öffnungsverhalten geprüft. Unsere Gleitschirmflieger-Gruppe bestand aus 16 Piloten des NGsC, 3 Piloten aus Pohlheim und einem Pilot aus Baden Württemberg.

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Am Samstagmorgen begann der theoretische Unterricht, in dem alle Flugfiguren ausführlich besprochen wurden. Der Unterricht passte sehr gut in die Wetterlage, weil der Nebel den Startplatz noch fest im Griff hielt. Zum Ende der Theorie gab der Nebel den Berg frei, sodass wir mit dem praktischen Teil des Trainings pünktlich beginnen konnten. Wir wurden mit Schwimmweste und wasserdichtem Funkgerät ausgestattet. Danach ging es per Seilbahn auf den Startplatz der 1.600 m hoch gelegenen Klewenalp. Während der Auffahrt wie auch auf dem Startplatz herrschte eine ungewöhnliche Stille.

In den Gesichtern der Piloten konnte man förmlich die Anspannung und den Respekt vor den bevorstehenden Flugfiguren sehen. Die Startbedingungen am Startplatz waren mäßig, denn dieser war recht flach und außerdem war es windstill. Etwa im 5-Minuten-Takt erhielt ein Pilot nach dem anderen die Startfreigabe. Die Flugfiguren wurden mit dem Startleiter vorher abgesprochen, der diese an die Bodencrew per Funk weitergab.

Nach ca. 5 Minuten Flug kam der Funkcheck: „Ohren einklappen!" Die Kommunikation zwischen Fluglehrer und Pilot war nun hergestellt. Nach weiteren zwei Minuten Flug war nur noch das tiefblaue Wasser des Vierwaldstätter Sees unter uns zu sehen. Der Adrenalinspiegel stieg nun ins Unermessliche, denn jetzt ging es los: Steilspirale, Fullstall, Negativ, B-Stall, Frontstall, Rollen, Nicken usw., je nach dem was der Pilot fliegen wollte. Ab ca. 200 m Seehöhe war das Spektakel beendet.

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Die Landung hinter dem Hotel Edelweiß auf einer sehr schrägen Wiese mit Buckeln und Bäumen erforderte die letzten Konzentrationsreserven der Piloten. Insgesamt absolvierte jeder Pilot zwei bis drei Flüge am ersten Tag.

Der heftige Gedanken-Austausch über das Erlebte erfolgte ausgiebig abends beim gemütlichen Beisammensein. 

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Am zweiten Tag waren die Wetterbedingungen wieder sehr gut, so dass wir schon am Vormittag mit dem praktischen Training fortfahren konnten. Die Piloten wussten nun was auf sie zukommt und konnten dementsprechend viel entspannter die weiteren Trainingseinheiten durchführen. Am späten Nachmittag wurde zum Ausklang des Sicherheitstrainings eine ausführliche Pilotenbesprechung mit Auswertung der gefilmten Videos gemacht.

FAZIT: Ein gelungenes Sicherheitstraining ohne Wasserlandungen oder Rettungsschirmauslösungen. Sicher konnte jeder Pilot für seine zukünftigen Flüge in der Thermik viel Sicherheit gewinnen.

Euer Matthias Voigtmann

Noch mehr Bilder gibt's hier und dazu zwei Videos im Download-Bereich.
Letzte Aktualisierung ( Montag, 26. März 2007 )
 
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